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Studie · Websites im Kreis Plön

Website-Check Kreis Plön 2026: Vier von zehn Betrieben haben eine Baustelle im Netz

506 Betriebe zwischen Preetz, Plön und Lütjenburg, automatisch geprüft auf Erreichbarkeit, Verschlüsselung, Handy-Darstellung und Impressum. 217 davon haben mindestens einen Mangel. Hier stehen alle Zahlen, nach Ort und nach Branche.

RD
Robin Dill
Inhaber Mehrkunden26 · 7 Min. Lesezeit · 17. September 2026
Balkendiagramm: Anteil der geprüften Websites im Kreis Plön je Befund, angeführt von fehlendem Impressum-Link mit 10,5 Prozent, Copyright 2021 oder älter mit 9,9 Prozent und fehlendem HTTPS mit 7,1 Prozent

Wie gut sind die Websites der Betriebe im Kreis Plön wirklich? Nicht nach Gefühl, sondern gemessen. Wir haben im August 2026 die Internetseiten von 506 Betrieben zwischen Preetz, Plön, Schönberg und Lütjenburg auf technische Grundlagen geprüft: Erreichbarkeit, Verschlüsselung, Darstellung auf dem Handy, Impressum, Alter und Baukasten. Das Ergebnis: 217 Betriebe, also 43 Prozent, haben mindestens einen Mangel. Hier stehen alle Zahlen, nach Befund, nach Ort und nach Branche, dazu die Methode und ein Selbsttest, mit dem jeder Betrieb seine eigene Seite in fünf Minuten prüfen kann.

Das Ergebnis in Zahlen

Von 506 geprüften Websites sind 289 technisch in Ordnung (57 Prozent). 217 haben mindestens einen der geprüften Mängel (43 Prozent). Viele davon haben mehrere. So verteilen sich die Befunde:

BefundBetriebeAnteil
Kein Impressum verlinkt5310,5 %
Copyright-Jahr 2021 oder älter509,9 %
Ohne HTTPS (unverschlüsselt)367,1 %
Nicht für das Handy eingerichtet356,9 %
Domain nicht erreichbar336,5 %
Fehlerseite (404, 5xx)265,1 %
Gratis-Baukasten-Adresse (z. B. name.jimdosite.com)163,2 %
Baukasten Jimdo153,0 %
Praktisch leere Seite142,8 %
Baukasten Wix122,4 %
Veraltetes WordPress71,4 %

Mehrfachnennungen sind möglich. Eine Seite ohne HTTPS hat oft auch kein Impressum und ein altes Copyright.

Die Zahl, die uns am meisten überrascht hat: 59 Betriebe, fast jeder achte, haben eine Website, die schlicht nicht funktioniert. Die Domain antwortet nicht, oder die Seite liefert einen Fehler. Diese Betriebe stehen mit einer Adresse im Netz, hinter der nichts ist. Wer sie sucht, findet eine Fehlermeldung.

Die sechs Befunde und was sie einen Betrieb kosten

Kein Impressum verlinkt (10,5 %)

Jede geschäftliche Website in Deutschland braucht ein Impressum, das von jeder Seite aus mit höchstens zwei Klicks erreichbar ist (§ 5 Digitale-Dienste-Gesetz). Fehlt der Link, ist das ein Abmahngrund. Wettbewerber und Abmahnvereine suchen gezielt danach. Kosten im Ernstfall: mehrere hundert Euro Anwaltsgebühren plus Unterlassungserklärung.

Copyright 2021 oder älter (9,9 %)

Das Jahr im Fußbereich ist kein technischer Mangel, aber ein Signal: Wer 2019 oder 2015 im Fuß stehen hat, hat die Seite seit Jahren nicht angefasst. Besucher lesen das als „gibt es den Betrieb noch?“. Suchmaschinen bewerten Seiten, die sich nie ändern, als weniger relevant.

Ohne HTTPS (7,1 %)

Ohne Verschlüsselung zeigt jeder Browser die Warnung „Nicht sicher“ neben der Adresse. Bei einem Kontaktformular ist das ein Datenschutzproblem, denn die Eingaben laufen im Klartext durchs Netz. Google stuft unverschlüsselte Seiten seit 2018 herab. Ein Zertifikat kostet bei fast jedem Anbieter nichts mehr; es muss nur eingeschaltet werden.

Nicht für das Handy eingerichtet (6,9 %)

Geprüft wurde die Viewport-Angabe, ohne die eine Seite auf dem Handy als winzige Desktop-Version erscheint. Über 60 Prozent der lokalen Suchen kommen vom Handy. Wer dort zoomen und schieben muss, ruft nicht an, sondern tippt den nächsten Treffer.

Domain nicht erreichbar oder Fehlerseite (11,6 % zusammen)

Die Domain ist abgelaufen, der Hoster gekündigt, die Seite umgezogen und nirgends nachgetragen. Die Adresse steht aber weiter in Kartendiensten, Verzeichnissen und auf Visitenkarten. Jeder Klick darauf endet in einer Fehlermeldung.

Baukasten und Gratis-Adressen (8,6 % zusammen)

Ein Baukasten ist kein Mangel an sich. Eine Gratis-Adresse wie name.jimdosite.com wirkt aber wie ein provisorischer Stand, und viele Baukasten-Seiten sind langsam, ohne strukturierte Daten und schwer für Suchmaschinen lesbar. Das kostet Sichtbarkeit, nicht Rechtssicherheit.

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Zahlen nach Ort

Aufgeführt sind alle Orte mit mindestens 15 geprüften Websites. Die Unterschiede zwischen den Orten sind kleiner als erwartet: Zwischen 34 und 46 Prozent der Seiten haben einen Befund, egal ob Stadt oder Dorf.

Ortgeprüftmit Befundohne HTTPSnicht mobiltot / Fehlerohne Impressum
Schwentinental5820 (34 %)3265
Preetz5223 (44 %)30103
Schönberg (Holstein)4016 (40 %)0454
Plön3717 (46 %)2345
Schönkirchen3112 (39 %)1218
Heikendorf2611 (42 %)3243
Lütjenburg209 (45 %)1432
Laboe187 (39 %)1211
ohne Ortsangabe in der Quelle8836 (41 %)7564

Preetz fällt mit zehn nicht erreichbaren oder fehlerhaften Seiten auf, das ist jede fünfte geprüfte Website der Stadt. Dafür ist in Preetz keine einzige Seite ohne Handy-Darstellung. Schönkirchen hat mit acht von 31 Seiten ohne Impressum-Link die höchste Quote beim Abmahnrisiko. Schwentinental schneidet mit 34 Prozent am besten ab.

Zahlen nach Branche

Aufgeführt sind Branchen mit mindestens zwölf geprüften Websites. Die Gastronomie stellt die größte Gruppe und hat in absoluten Zahlen die meisten Mängel.

Branchegeprüftmit Befundohne HTTPSnicht mobiltot / Fehlerohne Impressum
Restaurant8234 (41 %)107910
Arztpraxis2712 (44 %)3120
Café1810 (56 %)2112
Ferienwohnung189 (50 %)1423
Sonstiges Gewerbe188 (44 %)1125
Bäckerei174 (24 %)0011
Hotel136 (46 %)3121
Apotheke134 (31 %)0020
KFZ-Werkstatt125 (42 %)0220

Bei Restaurants laufen zehn von 82 Seiten unverschlüsselt und zehn ohne Impressum-Link, ausgerechnet in der Branche, in der die Website oft die Speisekarte, die Öffnungszeiten und die Reservierung trägt. Cafés und Ferienwohnungen haben mit 56 und 50 Prozent die höchsten Quoten, bei Ferienwohnungen vor allem wegen fehlender Handy-Darstellung. Am besten stehen Bäckereien (24 Prozent) und Apotheken (31 Prozent) da. Was eine Website für einen Gastronomiebetrieb kosten darf, steht in unserem Ratgeber Was kostet eine Webseite für ein Restaurant?.

Vergleich mit Norddeutschland

Mit demselben Verfahren haben wir 2.491 Handwerksbetriebe mit Website in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen geprüft. Dort haben 45 Prozent mindestens einen Befund. Die häufigsten: Copyright 2021 oder älter (10,3 Prozent), nicht für das Handy eingerichtet (9,7 Prozent), Domain nicht erreichbar (9,4 Prozent), kein Impressum verlinkt (9,3 Prozent), ohne HTTPS (7,3 Prozent). Der Kreis Plön liegt damit im norddeutschen Durchschnitt, weder besser noch schlechter.

Methode und Grenzen

Damit die Zahlen einzuordnen sind, hier genau, was wir getan haben und was nicht.

  • Grundgesamtheit: alle Betriebe im Kreis Plön, die in OpenStreetMap mit einer Website eingetragen sind. Das waren 506 von 1.395 dort erfassten Betrieben. Betriebe ohne Eintrag oder ohne hinterlegte Website fehlen. Die Stichprobe ist also nicht repräsentativ für alle Betriebe im Kreis, sondern für die, die ihre Website öffentlich angegeben haben.
  • Zeitpunkt: 18. und 19. August 2026. Seiten, die seitdem repariert wurden, stehen hier noch mit Befund.
  • Geprüft wurde automatisiert: Antwortet die Domain? Liefert sie eine Fehlerseite? Läuft sie über HTTPS? Enthält sie eine Viewport-Angabe für Handys? Ist von der Startseite ein Impressum verlinkt? Welches Jahr steht im Copyright? Ist ein Baukasten-Anbieter erkennbar? Ist die Seite praktisch leer?
  • Nicht geprüft: Inhalte, Gestaltung, Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweise, Ladezeit, Barrierefreiheit. Eine Seite ohne Befund kann also trotzdem verbesserungswürdig sein. Und ein fehlender Impressum-Link heißt: von der Startseite aus nicht verlinkt; ein Impressum kann trotzdem irgendwo existieren.
  • Ortsangabe: Bei 88 Seiten fehlt in der Quelle der Ort. Sie zählen in der Gesamtzahl, aber in keiner Ortszeile.
  • Keine Betriebsnamen. Wir veröffentlichen keine Namen und keine Adressen. Es geht um das Bild, nicht um einzelne Betriebe.

Wir wiederholen die Prüfung im Sommer 2027 mit demselben Verfahren und veröffentlichen die Entwicklung.

Selbsttest: Ihre Seite in fünf Minuten prüfen

  1. Adresse aufrufen, mit und ohne www. Kommt in beiden Fällen dieselbe Seite? Steht ein Schloss-Symbol in der Adresszeile oder „Nicht sicher“?
  2. Auf dem Handy öffnen. Ist der Text ohne Zoomen lesbar? Lässt sich die Telefonnummer antippen?
  3. Impressum suchen. Ist es von der Startseite mit einem Klick erreichbar? Stehen Name, Anschrift, E-Mail und, falls vorhanden, Umsatzsteuer-ID drin?
  4. Ganz nach unten scrollen. Welches Jahr steht dort? Stimmen Öffnungszeiten und Telefonnummer noch?
  5. Den eigenen Betrieb googeln. Führt der Link im Google-Unternehmensprofil, in Kartendiensten und in Verzeichnissen auf die richtige Adresse?

Wer alle fünf Punkte mit Ja beantwortet, gehört zu den 57 Prozent. Für alles andere gibt es unseren kostenlosen Webseiten-Check, der die technischen Punkte in einer Minute misst, oder das Gespräch mit uns.

Für Presse, Verbände und Wirtschaftsförderung

Die Zahlen je Ort und Branche stellen wir auf Anfrage als Tabelle zur Verfügung, ebenso die Methode im Detail. Nennen Sie als Quelle „Mehrkunden26, Website-Check Kreis Plön 2026“ mit Link auf diese Seite. Kontakt: info@mehrkunden26.de, 0174 6239811.

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